Dienstag, 18. April 2017

«Wir opfern einige der schönsten Landschaften»

Tagi: Der frühere oberste Umweltbeamte der Schweiz lehnt das Energiegesetz ab. Dieses räume dem Bau von Windkraftwerken Vorrang vor dem Naturschutz ein.- Den Ausschlag gaben die Artikel 12 und 13 im Energiegesetz. Diese räumen dem Interesse an Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie neu dasselbe Gewicht wie dem Interesse am Naturschutz ein. Zudem werden Bewilligungen für neue Anlagen nicht mehr vor dem Bundesgericht angefochten werden können. Angesichts der verfügbaren finanziellen Mittel und des grossen politischen Willens zum Bau von Windkraftwerken wird dies dazu führen, dass diesen Vorrang vor der Natur eingeräumt wird. Wir opfern einige der schönsten Landschaften, wenn wir das Energiegesetz annehmen. So bestehen bereits Projekte im Vallée de Joux, in den Freibergen und an vielen weiteren Orten.

Kommentare:

  1. Kommt das Energiegesetz durch, dann werden in der Schweiz 1000 grosse Windkraftanlagen gebaut.

    AntwortenLöschen
  2. Der Windrad-Lärm kann zum Alptraum werden.
    Die Nutzung der Wind-Energie geht nicht geräuschlos von sich. Das zeigt das Beispiel von St. Brais. Hier wurden zwei Windturbinen in Dorfnähe gebaut. Ihr Lärm ist für einige Einwohner zum Alptraum geworden. «Einstein» hat den Windrad-Lärm zusammen mit einem Akustiker der Empa analysiert. Müssen die geltenden Lärm-Grenzwerte revidiert werden?
    https://www.srf.ch/play/tv/einstein/video/der-windrad-laerm-kann-zum-alptraum-werden?id=f664bb0c-20d6-42de-96c0-f968587583e8&startTime=0

    AntwortenLöschen